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Schweizer Hans

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Description du produit

Gravure datant des années 70

20 cm x 45 cm

En parfait état

Sans cadre

Gravures de Hans Schweizer en vente sur notre site

Ref: 222-E16-18

 

Hans Schweizer (1942)

24.5.1942 Herisau

Maler, Grafiker, Zeichner und Holzbildhauer

Lexikonartikel Geboren in Herisau als zweites von vier Kindern einer Zimmermanns- und Bauernfamilie wächst Hans Schweizer in St. Peterzell auf.

1957–1960 Lehre als Schaufensterdekorateur, Kurse an der Kunstgewerbeschule St. Gallen.

1962 lernt Schweizer in Paris beim bekannten Radierer Johnny Friedlaender. 1962–64 Mitarbeit im Atelier Büchel/Nüesch in Teufen für die Landesausstellung 1964.

1964–68 Übersiedlung nach Paris, Studium an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts.

1968 Rückkehr in die Schweiz nach Genf und St. Gallen.

1971–73 Stipendium des Canada Art Council, Aufenthalte in Ottawa und Toronto. 

1973 Rückkehr in die Schweiz, Übersiedlung nach Westberlin.

1975 Rückkehr nach Teufen.

1980 Atelier in der Roten Fabrik, Zürich.

1990 Übersiedlung ins Strahlholz ins appenzellische Gais, wo Schweizer bis heute lebt und arbeitet.

Hans Schweizers inhaltlich wie formal breit angelegtes Œuvre umfasst Zeichnung, Druckgrafik, Malerei und Skulptur. Zeugt das Frühwerk im Stil lokaler Bauernmalerei von einer tiefen Verwurzelung im Landschafts-, Kultur- und Mentalitätsraum Appenzell, kreiert Schweizer während und nach den Parisaufenthalten in detaillierten und gekonnt ausgeführten Arbeiten auf Papier surrealistische Bildwelten, die Mensch und Maschine, Natur und Zivilisation grotesk vereinen.

Nach der Ausstellung Phantastische Figuration 1969 im Helmhaus Zürich vollzieht sich allmählich die Abkehr von den surrealistisch-fantastischen Bildfindungen hin zu hyperrealistischen Stillleben mit Alltagsgegenständen wie Telefonen, Turnschuhen oder Nähmaschinen, die der Künstler nach den Objekten oder aus der Erinnerung zeichnet. Im gleichen Stil entstehen Selbstporträts und naturalistische Bildnisse von (Künstler-)Freunden und Familie. Die Rückkehr aus Westberlin nach Teufen empfindet Schweizer als schwierigen Neubeginn. In Erinnerung an den Kanadaaufenthalt malt er in kühlen Farben karge Landstriche mit Holztransportern oder Blockhütten sowie bildfüllende Wälder, die den Übergang zu einer abstrakten Werkphase markieren.

Es folgen 1977–1980 flächige, malerisch strukturierte Kompositionen, in denen Schweizer neben Öl und Acryl auch Kreide und Sand als Materialien einsetzt.

Ab 1980 bevölkern wiederum figurative Elemente wie Menschen und Kühe die Gemälde. Die folkloristischen Motive verschmelzen diesmal ungeordnet in expressiv-gestischen All-Over-Strukturen und muten wie subversive Neuinterpretationen traditioneller Sennenstreifen an.

Einem ähnlichen Gestaltungsprinzip folgen ab 1986 in düsteren Farben umgesetzte Eisenbahnwaggon- und Architekturbilder, die Schweizers Auseinandersetzung mit beklemmenden Themen wie Deportation, Flucht und Kriegstraumata illustrieren.

1989–1990 entsteht eine Reihe von Holzskulpturen: Schmale, in sich gekehrte, stehende, kauernde oder liegenden Menschenfiguren von expressiver Ausdruckskraft. In den 1990er-Jahren richtet Schweizer den Fokus erneut auf die gemalte Fläche, die Wirkung von Licht und Schatten sowie die abstrahierte Umsetzung subjektiver Landschaftseindrücke.

Die neuesten Arbeiten – monochrome Malereien von Menschenmassen (Hooligans, Demonstranten oder Badenden), Helikoptern sowie Autos – stehen für die Beschäftigung mit der Lebensrealität einer globalisierten, gewaltvollen und technisierten Welt.

Schweizers Schaffen vereinigt Abstraktion und Figuration, Fantastik und Realismus, Regionalismus und Globalisierung, Geschichte und Gegenwart. Im Zusammenspiel von Mensch, Landschaft und Dingwelt vermittelt es eine individuelle Sicht auf die Kunst- und Weltentwicklung seit den 1960er-Jahren. Die stilistischen wie inhaltlichen Brüchen stehen für eine konstante Selbstreflexion und Weltorientierung.

Werke: Bern, Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur; Kunstmuseum St. Gallen; Zürich, Daros Collection; Zürich, Migros Museum für Gegenwartskunst; Zürich, UBS Art Collection

Source : Stefanie Kasper, 2009

 

 

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